Finanzierung und Förderung

Die Finanzierung und Förderung urbaner Gewässerprojekte


Grundsätzlich gilt für Revitalisierungsmaßnahmen an urbanen Gewässern zunächst die Prüfung der jeweils in dem betroffenen Bundesland geltenden Förderrichtlinien zum (naturnahen) Wasserbau. Sie finden sich in aller Regel auf den Internetseiten der Landesumweltministerien. Diese sind sehr unterschiedlich und werden permanent verändert. Es hat sich in zahlreichen Projekten herausgestellt, dass die Projektförderung umso größere Chancen hat, je mehr urbane Gewässermaßnahmen in ein Gesamtkonzept zur wasserwirtschaftlichen und ökologischen Verbesserung von Fließgewässern eingebunden sind. Ein Hauptaspekt ist hier aktuell der Beitrag zur ökologischen Durchgängigkeit des Gewässers.

Da die Förderung über Landesmittel immer einen Eigenanteil von meist 10 % bis 50 % einfordert, stellt sich - gerade für kleinere Initiativen - die Frage der Ergänzungsfinanzierung. Hierzu bietet das Netzwerk FluR eine Liste von Stiftungen und weiteren Einrichtungen an, die mit Blick auf konkrete Projekte angesprochen werden können.

Daneben geben wir die folgenden Hinweise zu anderen Finanzierungsmöglichkeiten von Gewässerprojekten:

Eingriffsregelung

Die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung ist grundsätzlich geeignet, um auch urbane Gewässerprojekte, soweit sie überwiegend dem Naturschutz dienen, als Ausgleichsmaßnahmen anderer Projekte durchzuführen. Ein Beispiel hierfür ist die Umgestaltung des Lautrupsbaches in Flensburg. Der Eingriff wurde dort durch eine Straßenbaumaßnahme verursacht. Informationen zur Nutzbarkeit Ausgleichs- bzw. Erzatzgeldern geben i.d.R. die unteren Naturschutzbehörden.

http://www.netzwerkflur.de/bilder/web/Steckbriefe/pdfSteckbriefe/Steckbrief_Lautrupsbach.pdf

Vermarktung des Projektes

Bei der Wiederfreilegung des Stadtkanals in Potsdam wurden neue gusseiserne Geländerpfosten hergestellt. Damit einher ging die Möglichkeit, dass Bürger sich dort ihren Namen eingravieren lassen und dafür einen finanziellen Beitrag für das Projekt leisten. In Bielefeld wurde zur Sanierung der Sparrenburg die Aktion „Ein Stein für die Burg“ erfunden (http://www.bielefelder-buergerstiftung.de/index.php?id=51) . Mit jedem Pflasterstein, der von Bürgern erworben und mit Namen versehen wurde, erhielt die Burgrestaurierung einen finanziellen Zuschuss. Eine solche Vermarktungsaktion wäre in abgewandelter Form auch für eine urbane Gewässermaßnahme vorstellbar.

http://www.stadtkanal.potsdam.com/foerderverein-aktionen.htm

Fördermöglichkeiten - Suche

Zeige Fördermöglichkeiten an die folgende Arbeitsschwerpunkte erfüllen: